Aktuelle Mitteilungen:

Linguistikforum

Linguistikforum

Ich packe es mal hier hinein: Es existiert ein Linguistikforum, das recht gut benutzt wird:
http://www.linguisten.de

Und ich bin der Überzeugung, dass es viel nützlicher im Dienste semiotischer Erkenntnisgewinnung ist, semiotische Themen in Disziplinen hineinzutragen, als, semiotische Institutionen zu gründen. (Dass er vor allem Letzteres versucht hat, bezeichnete Roland Posner übrigens in seiner Emeritierungsfeier als einen Fehler.)   Daher schlage ich vor, eben dies zu versuchen, etwa in dem genannten Forum. Dabei kann ja auch ab und zu ein Hinweis auf DIESES Forum erfolgen, was nach den neueren Regeln jenes Linguistikforums erlaubt ist.

claus
ICH
useravatar
Offline
75 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Re: Linguistikforum

Ich hoffe, dass damit DIESE Institution (Semiotik-Forum) nicht gleich mitgedacht wurde. Wir wissen beide, dass der Erfolg konkreter universitärer Institutionen eher von der (z.T. schmutzigen) Hochschulpolitik als von der Qualität und der gesellschaftlichen Wichtigkeit von Fachgebieten abhängt.

admin
useravatar
Offline
19 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Re: Linguistikforum

Das war ja kein Vorwurf an semiotische Institutionen. Behauptet wurde nicht, dass semiotische Institutionen schuld an der geringen Verbreitung semiotischer Forschung - jedenfalls unter diesem Namen - sind, sondern behauptet wurde, dass es nicht unbedingt unter dem Label "semiotisch" auftretende Institutionen sind, die semiotische Forschung betreiben oder verbreiten.
Dass vor allem die Politik, insbsondere die Hochschulpolitik, Semiotik allgemein zu Fall bringen oder behindern würde, bezweifle ich. Es sind eher durch Tradition bedingte Kategorisierungen in den Köpfen, die Themen oder Argumentationen unter dieses oder unter jenes Label 'packen'. Semiotische Forschung wird auch von Philosophen und Linguisten betrieben - wo iat das Problem?  Mich erinnert der Kampf von Semiotikern um 'eigene' Institutionen ein wenig an politischen Separationismus.

claus
ICH
useravatar
Offline
75 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Re: Linguistikforum

Hochschulpolitische Passivität kann auch manchmal sehr schädlich sein. Eine Reihe von Ländern; u.a. China (z.B. Nanjing), Estland; sieht das übrigens anders als du. So wie ich auch. In vielen Hinsichten ist die Semiotik eine Grundlagendisziplin, wenn auch nicht so umfassend wie die Philosophie. Ich sehe keinen Grund, weshalb eine Grundlagendisziplin keine eigenen Institutionen verdienen sollte.

admin
useravatar
Offline
19 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Re: Linguistikforum

"Ich sehe keinen Grund, weshalb eine Grundlagendisziplin keine eigenen Institutionen verdienen sollte."
Ich auch nicht. Aber jemand verdient ja selten das, was er verdient. Was sich wie institutionalisiert, hängt sicher in hohem Maße von der Geschichte der Institutionen ab, weniger von dem 'Verdienen' z. B. eines eigenen Faches. Und bevor ich nun meine Energie für einen Institutionalisierungskampf verschwende, arbeite ich lieber an den betr. Themen in irgendeiner Institution (sofern nicht Sittliches u. dgl. dagegen spricht).
Wirklich, die besten neueren Anregungen für die Zeichentheorie finde ich bei Barwise, Schiffer, Meggle, ...., aber doch nicht bei den vielen Peirceanern semiotischer Institutionen.
Na ja, und was z. B. Estland betrifft, habe ich von der dort gepflegten Begriffsbildung bei Vorträgen etwas mitbekommen. :-(     Es bekräftigt, was ich eben sagte: Die haben eine Geschichte (Lotman), derentwegen sie über Institutionen mit dem Label "semiotisch" verfügen. Das heißt aber nicht, dass sie bessere Beiträge zur Zeichentheorie geliefert haben (als etwa analytische Philosophen).

claus
ICH
useravatar
Offline
75 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Re: Linguistikforum

Unsereins muss sich ohnehin irgendwo integrieren. Das ist mir klar. Dennoch kann der Wert von Einrichtungen nicht nach den ganz PERSÖNLICHEN Forschungsinteressen (z.B. Schiffer, Meggle) bemessen werden.

admin
useravatar
Offline
19 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Re: Linguistikforum

"den ganz PERSÖNLICHEN Forschungsinteressen"   -   Die genannten haben mir allerdings bei meinem semiotischen Interesse mehr gebracht als Semiotiker i. e. S. Und dabei ging es mir durchaus um semiotische Kernfragen. (Und es geht nicht nur mir so.)
Wichtig finde ich noch: Ich habe einige Male die Analyse von Kunstwerken unter SEMIOTISCHEM Aspekt in Foren getragen, die nicht semiotisch waren, und glaube, dass dadurch mehr Leute von semiotischer Argumentation erfahren haben als durch semiotische Institutionen. In diesen Threads werden übrigens auch wieder die Standardvorurteile über semiotische Theorien deutlich:
http://www.capriccio-kulturforum.de/mus … hensystem/
http://www.capriccio-kulturforum.de/all … e-ist-das/

Das eine schließt das andere nichts aus, und gegen Semiotik außerhalb der Semiotik spricht wohl nichts, im Gegenteil.

claus
ICH
useravatar
Offline
75 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Re: Linguistikforum

gegen Semiotik außerhalb der Semiotik spricht wohl nichts

-> Wurde auch nicht behauptet.

admin
useravatar
Offline
19 Beiträge
Benutzerinformationen in Beiträgen
Anonyme Beiträge sind nicht gestattet.

Forumsinfo

Forumsstatistiken:
 
Themen:
95
Umfragen:
2
Beiträge:
188
Inaktiv:
Benutzerinformationen:
 
Benutzer:
43
Neuester Benutzer:
FreMe
Benutzer online:
0
Gäste online:
54

Online: 
Keine registrierten Benutzer online

Forum Legende:

 Thema
 Neu
 Geschlossen
 Angeheftet
 Aktiv
 Neu/Aktiv
 Neu/Geschlossen
 Neu/Angeheftet
 Geschlossen/Aktiv
 Aktiv/Angeheftet
 Angeheftet/Geschlossen
 Angeheftet/Geschlossen/Aktiv