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Architektursemiotik

Architektursemiotik

Sorry, hierfür muss ich wohl etwas neu aufmachen, obwohl ich lieber bestehende Themen nutzen würde.
Kürzlich ist ein Aufsatz zur, sagen wir mal, 'Semiotik des Neuen Bauens' erschienen, der das Grammatische an einem bestimmten Beispiel, nämlich der Siedlungsarchitektur Otto Haeslers, erläutert (die Rede von der Grammatik in Architektur ist ja meist nur eine sehr strapazierte Metapher).   Und zwar hier:
http://www.kunstgeschichte-ejournal.net … aesler.pdf

claus
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Re: Architektursemiotik

Vielen Dank für den Hinweis auf die fehlende Forumskategorie! Er hat mich dazu angeregt, die Kategorien "Architektursemiotik" und "Atomsemiotik" hinzuzufügen. Letztere macht wegen der aktuellen Geschehnisse Sinn.

claus hat geschrieben:

Sorry, hierfür muss ich wohl etwas neu aufmachen, obwohl ich lieber bestehende Themen nutzen würde.
Kürzlich ist ein Aufsatz zur, sagen wir mal, 'Semiotik des Neuen Bauens' erschienen, der das Grammatische an einem bestimmten Beispiel, nämlich der Siedlungsarchitektur Otto Haeslers, erläutert (die Rede von der Grammatik in Architektur ist ja meist nur eine sehr strapazierte Metapher).   Und zwar hier:
http://www.kunstgeschichte-ejournal.net … aesler.pdf

Christian
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Re: Architektursemiotik

Ich möchte etwas begründen können, was ich noch nicht gut begründen kann - natürlich weiß ich, dass dgl. nicht gern gesehen ist :-)     Es geht um Folgendes: Immer wieder erlebe ich so gen. 'rekonstruierte' Baudenkmäler als 'ihrer Identität' und ihres räumlichen wie zeitlichen Kontextes beraubt.
Ein Beispiel:
Folgendes Gebäude etwa von 1930 wurde in seinen 'Originalzustand' zurückversetzt (u. a. mit Balkonattrappe versehen), nachdem es einige Jahre davor als Jugendzentrum genutzt worden war und relativ gut erhalten war:
Heute: http://www.celle.de/index.phtml?La=1&am … 342.7150.1
Vorher:  http://www.schlaberg.de/        ->     Architekturfotos ->  Celle  ->   Fotos 6 und 7

Intuitionen: Etwas, das sich nicht verändert, verliert seine Identität - oder jedenfalls gilt das für etwas, das 'rekonstruiert' wird.
Ich fange schon bald an zu vulgär zu hegeln - wobei es mir recht ernst ist mit dem Gedanken, dass ein Objekt für verschiedene Subjekte und für Subjekte verschiedener Zeiten und 'Zeitgeister' nicht dasselbe sein kann und schon daran das 'Rekonstruieren' scheitert.

Dabei möchte ich auch meine Wertschätzung für gewachsene Veränderungen etwas untermauern. Man betrachte diese gealterte Siedlung - mit neuen Fenstern und weiteren kleinen Detailveränderungen. Sie 'strahlt' den gealterten Geist der Moderne aus, finde ich:
http://www.flickr.com/photos/58021590@N07/6220613791/

Was meint ihr: Geht es 'handfester', argumentativer?

Durchaus erinnert mein Empfinden ja an Ecos postmoderne Denkweisen (etwa in der Nachschrift zum "Namen der Rose").

claus
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Re: Architektursemiotik

Angefangen auch hier:http://www.philosophie-raum.de/board27-philosophie/board1-philosophie-raum/3898-innen-und-außen/index6.html

Und nun hier hineinkopiert:
Hegel Spencer-Brown FoersterJetzt mal eben so ...   

Was hat Hegel mit Spencer-Brown mit H. v. Foerster zu tun? Ist das Theater um Spencer-Brown gerechtfertigt? Lohnt es sich, das zu lesen? Mich nerven schon H. v. Foersters ständige Phrasen, wie interessant dies und das sei. Aber irgendwas ist dran an Subjekt-Objekt-Hegelei (ahn .. spür ...). Helfen diese Systemleute da weiter?  --------------------------------------------------------------------------------

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idea

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115
Heute, 19:53
Zitat Helfen diese Systemleute da weiter?
Offenbar nicht, denn der letzte Beitrag war von 2005 :-)  Zum Seitenanfang Zitieren Melden
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kunnukun


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116
Heute, 20:12
Ich finde, dass in Foren meistens zu vieles neu angefangen wird - da suchte ich lieber, wo diese beliebten Namen schon vorgekommen sind.

Ich machte mal so 'ne arg blödsinnige systemische Beratungsweiterbildung. Dozenten Heilpraktiker. Dann die üblichen Phrasen: Systemtheorie 2. Ordnung, Beobachtung des Beobachters, .........   

Und von Spencer-Brown hörte ich mehrfach als von dem geheimnisvollen Genialo, den niemand zu Gesicht bekommt.

Foerster wurde in der Uni-Lehrerei ungemein hoch gehandelt, Konstruktivismus bla bla.

Nun interessiert mich Hegel plötzlich wieder. Warum, puh ... vielleicht später. Lese gerade Blochs "Subjekt-Objekt" über Hegel und habe den Eindruck, dass sich ein wahrer Kern ordentlicher mit Hilfe Castanedas (Hector-Neri) u. a. Sprachanalysen audrücken lässt.

Und das (immer bessere) Erkennen von Objekten mittels der Selbsterkenntnis des Subjekts, das erinnert mich ein wenig an diese Phrase von der Beobachtung des Beobachters.

Also, eigentlich: Es geht mir um eine Anwendung auf denkmalpflegerische Diskussionen, Rekonstruktionskritik. 'Rekonstruierte' Bauten werden nie wieder das sein, was die 'Originale' einmal waren, weil die entsprechenden Subjekte nicht mehr da sind. Liegt nahe, oder? Und da hegelts ein wenig. Ein italienischer Semiotiker hat einmal auf Ähnliches hingewiesen: http://unito.academia.edu/MassimoLeone/ … tone_Walls

claus
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Re: Architektursemiotik

Zwar wird hier nicht ERNSTHAFT geschrieben, aber doch viel gelesen. Immerhin!      Daher lohnt sich vielleicht der Hinweis auf
http://www.sehepunkte.de/2011/03/18453.html
http://www.bauwelt.de/cms/buch.html?id= … VsMWTekOos

Christoph Baumberger:
Gebaute Zeichen: Eine Symboltheorie der Architektur

claus
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Re: Architektursemiotik

Zur Semiotik des Neuen Bauens, speziell Otto Haesler in Celle:
http://celleheute.de/aufsatz-uber-asthe … -haeslers/

"Zum denkmalgerechten Umgang mit der gealterten Rhetorik des Neuseins in Bauwerken der Klassischen Moderne: das Beispiel der Siedlung Blumläger Feld von Otto Haesler in Celle" demnächst in der Zeitschrift für Semiotik (Band 34, Heft 3-4, 2012)

War der International Style nicht ein 'Funktionalismus'? Hierzu:
"Die Architektur der Avantgarde der zwanziger Jahre war keineswegs 'sprachlos'. So kann sie nur demjenigen erscheinen, der in historischer Stilarchitektur befangen ist. Der radikale Purismus auf dem Höhepunkt der Bewegung, der zum Beispiel auf Anwendung des nicht immer praktikablen Flachdachs besteht, könnte sogar als Anzeichen einer doktrinären Überfrachtung des Bauens mit Semiotik begriffen werden."

Hüter, Karl-Heinz (1981), „Architektursprache. Semiotik des Neuen. Bauens“. In: Form + Zweck 3: 21-31.

claus
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