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Gender statt Sex?

Gender statt Sex?

Folgende Frage:
Ist es im kulturwissenschaftlichen Rahmen geboten, "gender" statt "sex" oder "Geschlecht" zu sagen?
- Ist "gender" als Begriff mit weniger unhinterfragten Voraussetzungen verbunden als "Geschlecht"?
- Oder ist die Verwendung von "gender" statt "Geschlecht" eher eine 'moralische' Forderung, die zum Mainstream wird oder geworden ist?

claus
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Re: Gender statt Sex?

Meine Frage zum Gender Mainstreaming an den Unis kommt manchem vielleicht böse vorurteilsbehaftet vor. Vielleicht sollte man das hier lesen:
"Achten Sie bitte darauf, Anreden wie 'Hallo Lann Hornscheidt', 'Guten Tag Lann Hornscheidt' oder 'Dear Lann Hornscheidt' zu verwenden.
Bitte vermeiden Sie alle zweigendernden Ansprachen wie 'Herr ___', 'Frau ___', 'Lieber ___', oder 'Liebe ___'. "
So steht es auf dieser Seite einer Dozentin:  http://www.lannhornscheidt.com/

claus
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Re: Gender statt Sex?

Es ist nun einmal ein Lieblingsthema von Semiotikern (z.B. Band über 'Geschlechtswechsel' der "Zeitschrift für Semiotik", hrsg. v. Schmauks und Pfäfflin). Jenseits der zurzeit verbreiteten 'Shitstorms' sei deshalb hier, im Fachforum, provokativ Pirincci zitiert - bevor ich die Fragen in den Raum stelle:
1) Kann man sein Geschlecht wechseln?
2) Angenommen, man ersetze die Kategorie "Geschlecht" durch "gender": Kann man sein Gender wechseln?
3) Spricht etwas dafür, anstelle von Geschlecht von 'Gender' zu sprechen?
4) Wie hängen Geschlecht und Gender miteinander zusammen?

Nun Pirinçci über geschlechtsanpassende Operationen:
„Wenn ein Mann sich einer Geschlechtsumwandlung unterzieht, verwandelt er sich deswegen nicht in eine Frau, sondern in einen verstümmelten Mann, dessen Genitalbereich chirurgisch so lala zur Scheide und Vagina modelliert wird, ohne jemals deren eigentliche Funktion ausüben zu können.“

In diesen Zusammenhang gehört die Frage, inwiefern Geschlechter (egal wie viele man annimmt) jeweils mit natürlichen Arten zusammenhängen oder Cluster natürlicher Arten bilden. Philosophinnen wie Sally Haslanger sagen dazu ausdrücklich, dass sie mit ihren Explikationsanliegen auch politische Ansprüche verbinden!
Hier der Link zu „Natural Kinds“ in der Stanford Encyclopedia of Philosophy:
http://plato.stanford.edu/entries/natural-kinds/

claus
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